Ergotherapie in der Geriatrie

hat die Aufgabe, die Betätigungsmöglichkeiten von Senioren zu verbessern und ihre Eigenverantwortung zu stärken, Ressourcen zu aktivieren und Barrieren zu beseitigen.
Dank gesellschaftlicher Veränderungen und besonders auch den Entwicklungen der modernen Medizin werden Menschen immer älter. Gleichzeitig leiden die Sozialsysteme in steigendem Maße unter Geldnot. Das macht die angemessene Begleitung alter Menschen in unserer Gesellschaft zu einer zunehmend schwereren Aufgabe.

Die Klientenzentriertheit, mit der Hilfe zu mehr Selbstverantwortung und Selbstbestimmung steht im Zentrum der Ergotherapie mit alten und für alte Menschen. Die Verbesserung der Fähigkeiten und Möglichkeiten zur Betätigung in den Bereichen, die für unseren Klienten Bedeutung haben ist das Ziel. 

Der Lebensabschnitt Alter ist für viele Menschen durch folgende Faktoren bestimmt: 

  • Verlust von: Partnern, Freunden, Prestige und Sozialstatus, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, materiellen Werten, Wohnung und Wohnumfeld.
  • Erschwerter Teilnahme am öffentlichen Leben,
  • Gefahr der Vereinsamung,
  • Nachlassen der Sinnesfunktionen,
  • Abnahme der körperlichen, geistigen und psychosozialen Fähigkeiten,
    Multimorbidität.

    Die Rehabilitationsfähigkeit alter Menschen wird immer noch stark unterschätzt. Häufigkeit, Heftigkeit und Dauer des Auftretens von Krankheiten können durch den Einsatz geeigneter therapeutischer Interventionen in vielen Fällen erheblich gesenkt werden. Dies steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit und damit die Lebensqualität der alten Menschen, es ist bei einer etwas längerfristigen Perspektive auch enorm Kosten sparend. Außerdem wird es auf diese Weise möglich, die Menschenwürde auch der alten Menschen entsprechend dem Verfassungsgebot zu schützen.

    Wir behandeln alte Menschen in den Räumen unserer Praxen, in ihren Wohnungen und in Einrichtungen der Altenpflege. Die Behandlungsansätze sind deshalb oft sehr unterschiedlich. In der eigenen Wohnung stehen meist die Aktivitäten des täglichen Lebens und die sozialen Kontakte im Zentrum des therapeutischen Handelns. Im Altenheim sind oft Kontaktfähigkeit, Orientierung, Erhalt der Mobilität und Aktivierung Hauptpunkte der therapeutischen Agenda. In die Praxis kommen alte Menschen meist, wenn es um die Therapie klar definierter Krankheitsbilder, etwa sensomotorischer Probleme nach einem apoplektischen Insult geht.

    Die Krankheitsbilder in der Geriatrie sind vielfältig. Wir haben es mit Krankheiten und Kombinationen von Krankheiten aus folgenden Bereichen zu tun:

Krankheitsbilder:

- Schlaganfall, Morbus Parkinson, Multiple Sklerose
- Rheuma, Arthrosen, Osteoporose, Knochenbrüche, Steifigkeit der Gelenke
- Schwindelsymptome, Drehschwindel, erhöhte Sturzgefahr
- Depressionen, Demenz, Psychosen
- Herz- Kreislauferkrankungen, Tumore

Ergotherapie:

- Bewegungsübungen orientiert am Störungsbild
- Handwerkliches Gestalten
- Bewegungs- und andere Spiele
- Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL)

- Kommunikationstraining, Hirnleistungstraining
- Hilfsmittelberatung, -herstellung

Die Rehabilitationsfähigkeit älterer Menschen wird immer noch unterschätzt. Rehabilitation ermöglicht ein würdigeres Leben und ist darüber hinaus auf lange Sicht kostengünstiger als die Pflege.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
TheraPEP! GmbH - Physiotherapie - Ergotherapie - Prävention

Anrufen

E-Mail

Anfahrt