Blutegeltherapie

Das klingt schaurig und ekelig. Dabei leistet der Blutegel in der Medizin wertvolle Dienste.

 

Auch bei Pferden kann der „Hirudo medicinalis“ bei vielfältigen Krankheiten eingesetzt werden. Die Erkrankungen reichen von akuter Rehe über Spat bis hin zu Gelenkgallen.

 

Fünf Augenpaare, drei Kieferleisten mit 240 spitzen Zähnen und seine Lieblingsspeise ist Blut – Diese Beschreibung klingt stark nach Szenen aus einem Horrorfilm. Dabei ist lediglich die Sprache vom Süßwasseregel „Hirudo medicinalis“.
 

In der Humanmedizin wird der Blutegel seit der Antike eingesetzt. Im 19. Jahrhundert herrschte in Europa ein wahrer Blutegelkult. Kaum eine Krankheit, egal ob Schwindsucht oder Verstopfung, die man nicht mit Hilfe der Blutsauger zu kurieren versuchte.

Seid den 60er Jahren findet die Egeltherapie wieder Einzug in die Behandlung – nicht nur in der Humanmedizin. Auch in der Tierheilkunde greift man wieder vermehrt auf die „Heilung mit Biss“ zurück.

Das Einsatzgebiet der Blutegeltherapie im Bereich der Pferdeheilkunde ist groß:

 

Arthritis, Arthrose, Ödeme, Bisswunden, Hypertonie, Abszesse, Entzündungen

(z.B. Fesselträgerentzündungen oder Sehnenentzündungen), schlecht heilende (Operations-) Wunden, Satteldruck, akute Rehe, Gelenkgallen.
 

Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem Einsatzbereich der kleinen Vampire. Es lohnt sich bei den verschiedensten Beschwerden, nachzufragen, ob nicht eine Blutegeltherapie sinnvoll sein könnte.

Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem Einsatzbereich der kleinen Vampire. Es lohnt sich bei den verschiedensten Beschwerden, nachzufragen, ob nicht eine Blutegeltherapie sinnvoll sein könnte. Zahlreiche Pferde-Physiotherapeuten und Naturheilpraktiker arbeiten mit den „Hirudo medicinalis“, aber auch einige Tierärzte.

Der Speichel macht’s

Direkt nach dem Biss sondert der Egel einen wahren Medizincocktail ab. Über 40 Inhaltsstoffe vermuten Forscher im Speichel der Tiere: Darunter gerinnungshemmende wie Hirudin und Calin, gefäßerweiternde histaminähnliche Substanzen, entkrampfende, entzündungshemmende, wie Hyaluronidase und schmerzlindernde Substanzen.

 

Über die genaue Wirkungsweise der einzelnen Stoffe und ihr Zusammenspiel wird weiter eifrig geforscht. Auf jeden Fall wirkt der Hirudo medicinalis blutgerinnungshemmend, lymphstrombeschleunigend, immunisierend und lokal gefäßerweiternd.

 

Zu unserem Angebot

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
TheraPEP! GmbH | Physiotherapie - Ergotherapie - Prävention

Anrufen

E-Mail

Anfahrt